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Bärenmanagement - Prävention ist besser als Abschuss!

In Österreich leben derzeit 20 Bären. Das Zusammenleben mit Menschen gestaltet sich durchwegs friedlich. Das liegt einerseits daran, dass Bären mit einer wildtiertypischen Scheu vor Menschen ausgestattet sind.

Andererseits aber auch daran, dass es in den Bärengebieten in Südost-Österreich ein gut funktionierendes Bärenmanagement gibt. An diesem sind neben den Landesbehörden für Naturschutz und Jagdrecht, auch die Jägerschaft und Forstwirtschaft beteiligt.

Dieses Management sorgt dafür, dass tragische Fälle, wie der von JJ1, möglichst verhindert werden. Das regelmäßige Monitoring der Tiere und ein gut funktionierendes Meldewesen sorgen dafür, dass auffälliges Verhalten früh erkannt wird. Wenn ein Tier seine Scheu zunehmend verliert, so kann ihm diese durch eine fachgerechte Vergrämung wieder angelernt werden.

Das Tier lernt dabei, sich menschlichen Siedlungen fernzuhalten und sein Futter wieder -auf etwas mühsamere Art - im Wald zu suchen. Je früher man reagiert, desto erfolgreicher sind diese Maßnahmen, die in allen Bärenländern mit Bärenmanagement zB auch Nordamerika angewendet werden.

Bei allen Bären in Österreich kommt es aber regelmäßig zu Schadensfällen - gerissene Tiere in abgelegenen Weidegebieten oder aufgebrochene Bienenstöcke sind dafür typisch. Auch hier greift das Bärenmanagement.

Die Schäden werden durch eine Versicherung ersetzt. Zudem werden Bauern, Imker und Waldarbeiter darin geschult, wie sie sich gegen Bärenschäden sichern. Abgelegene Weiden oder Bienenstöcke können beispielsweise vorsorglich mit Elektrozäunen versehen werden.

Der WWF begrüßt, dass der Tiroler Landesrat Steixner einen Beitritt zum österreichischen Bärenmanagementplan ankündigte und bereits einen Bärenbeauftragten für das Land eingesetzt hat. JJ1 ist sicher nicht der letzte Bär, der nach Tirol kommt. Eine überregionale Koordination - vor allem auch mit dem italienischen Bärenprojekt wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen!

www.wwf.at

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