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Die Unterbringung von Igel

Igel sind Einzelgänger. Jeder Igel braucht also ein eigenes Gehege. Nur ganz junge Igel aus einem Wurf vertragen sich eine Zeitlang miteinander.

Ein Igelgehege soll mindestens 2 qm groß und absolut ausbruchsicher sein. Die Höhe der Seitenwände muß 45 bis 50 cm betragen. Am besten fertigt man das Gehege aus gut zu reinigenden, beschichteten Span- oder Hartfaserplatten an, und stattet es wegen der Wärmedämmung auch mit einem Boden aus. Diesen bedeckt man mit mehreren Lagen Zeitungspapier (nicht mit Sägemehl, Katzenstreu, Torf o.ä.), das täglich (!) zu wechseln ist.

Praxistip: Zum Bau des Igelgeheges lassen sich auch (möglichst lange!) Schranktüren verwenden. Durch Bohrlöcher (Ø 8 mm) an allen Ecken werden die Teile mit fester Schnur o.ä. lückenlos verbunden. Pappe jeder Größe als «Teppich» verklebt, ergibt einen saugfähigen und auswechselbaren Boden.

Als Schlafhäuschen wählt man einen oben zuklappbaren Karton von ca. 30 cm Kantenlänge und versieht ihn mit einem seitlichen Schlupfloch von ca. 10 x 10 cm. Das Schlafhaus wird mit reichlich zerrissenem und zerknüllten Zeitungspapier (kein Heu/Stroh, keine Lappen, keine Holzwolle) gefüllt, das man bei Verschmutzung austauscht.

Solange der Igel krank ist, bringt man ihn bei Temperaturen von 18 bis 20 Grad C unter. Immer sind Lichteinfall und Belüftung nötig. Stark belebte Räume (Küche, Kinderzimmer) sind für den sehr geräuschempfindlichen Igel ungeeignet!

Winterschlaf: Erreicht ein in menschliche Pflege genommener Jungigel ein für den Winterschlaf ausreichendes Gewicht (600 bis 700 Gramm) erst sehr kurz vor Wintereinbruch oder gar danach, kann er nicht mehr ausgesetzt werden. Doch muß man ihm auch bei häuslicher Überwinterung Gelegenheit zum Winterschlaf geben. Zu diesem Zweck stellt man sein Gehege in ein kaltes Zimmer, auf den Balkon, auf die Terrasse, in ein Gartenhäuschen, oder man baut ein Freigehege im Garten. Kellerräume sind meist ungeeignet, weil zu warm. Die Umgebungs-temperatur kann ohne weiteres der Außentemperatur entsprechen, sollte jedoch 6o C nicht übersteigen. Bei höheren Temperaturen fällt der Igel nur in einen kräftezehrenden «Dämmerschlaf», in dem er weder fressen, noch winterschlafen kann.

Praxistip: Wenn dem Igel als Winterquartier der ganze Balkon zur Verfügung steht, muß er lückenlos ummauert sein. Selbst durch schmale Spalten oder Öffnungen kann er hinunterstürzen! Ebenso ist darauf zu achten, daß keine Stühle oder Tische dicht an der Brüstung stehen (Igel können sehr gut klettern!) Vorsicht auch mit Getränkekisten, Wassereimern, Tüten/Säcke ect. Igel können hineinkriechen oder -fallen.

Auch in seinem Winterquartier muß der Igel ausbruchsicher untergebracht sein. Ist der gewählte Ort vor Wind und Wetter geschützt, genügt es, das bisher benützte Schlafhäuschen in einen größeren Karton, andernfalls in ein Holzhäuschen (jeweils ca. 40 cm Kantenlänge) zu setzen. Zwischen beiden Häusern, sowie oben und unten, wird mit reichlich zerknülltem Zeitungspapier isoliert. Selbstverständlich schneidet oder sägt man auch in das Überhaus ein deckungsgleiches Schlupfloch.
Nachdem man den Igel in sein Winterquartier gebracht hat, füttert man ihn solange normal weiter, bis er das Futter nicht mehr anrührt. Bis dahin können einige Tage, aber auch Wochen vergehen.

Praxistip: Das Futter stellt man am besten in ein Futterhäuschen, etwa einen umgelegten Getränkekarton. Bei kalten und/oder feuchten Böden eignet sich als Wärmedämmung von unten z.B. eine mit Zeitungen oder Pappe gefüllte und mit Paketklebeband gut verschlossene Plastiktragetasche (Höhe ca. 4 cm). Aus denselben Materialien läßt sich auch ein regensicheres Dach herstellen.

Auslauf und Häuschen reinigt man nach wie vor. Hat sich der Igel dann offensichtlich zum Winterschlaf zurückgezogen, klebt man mit zwei Stückchen Klebeband ein Blatt Toilettenpapier vor das Schlupfloch. So kann man - ohne ins Schlafhaus zu fassen - auf einen Blick erkennen, ob das Tier  wieder aufgewacht ist und nachts sein Häuschen verlassen hat, oder ob es weiterschläft. Für alle Fälle stellt man ihm als «Notration» etwas Igeltrockenfutter und frisches Wasser hin. Unterbricht der Igel seinen Winterschlaf jedoch für einige Tage, bekommt er sein normales eiweißreiches Futter.

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