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Leitsymptom Appetitlosigkeit bei Schildkröten

Schildkröten werden als Haustiere immer beliebter. Zahlreiche Arten sind für Aquarien und Terrarien erhältlich. Aber gleich, ob Wasser- oder Landschildkröte: Diese Reptilien stellen hohe Ansprüche an ihre Haltung und Fütterung.

Häufig erkranken die Tiere, weil ihre Besitzer sie aus Unwissenheit falsch behandeln. Unter anderem darum sind Schildkröten zunehmend auch als Patienten in der tierärztlichen Praxis anzutreffen.

Verweigern die kleinen Panzerträger ihr Futter, muss der Tierarzt herausfinden, ob dem normale natürliche Ursachen, Erkrankungen oder eine nicht artgerechte Haltung zugrunde liegen.

Während der 21. Baden-Badener Fortbildungstage kleintier konkret vom 26. bis 29. März 2009 diskutieren Experten über Diagnostik und Therapie bei Schildkröten und anderen Reptilien.

Schildkröten als Patienten stellen viele Tierärzte vor eine diagnostische und therapeutische Herausforderung. Denn sie unterscheiden sich in Anatomie, Physiologie, Verhalten und Erkrankungen nicht nur deutlich von anderen Reptilienpatienten wie zum Beispiel Schlangen und Echsen.

Sogar zwischen den einzelnen über 250 Schildkrötenarten gibt es große Unterschiede. Ihre Behandlung erfordert daher von Veterinärmedizinern besondere Fachkenntnisse.

"Außerdem sind Schildkröten oft leider bereits in einem weit fortgeschrittenen Erkrankungsstadium, wenn ihre Besitzer sie dem Tierarzt vorstellen, da diese Tiere erst sehr spät und nicht sehr ausgeprägte Krankheitssymptome zeigen", sagt PD Dr. med. vet. Petra Kölle aus Solalinden.

Appetitlosigkeit ist ein häufig vorkommendes Symptom bei Schildkröten. Daher muss der Tierarzt während des Untersuchungsgangs durch Befragung des Tierhalters und mit Hilfe von Labordiagnostik wie Blut- und Kotuntersuchungen, Zungenabstrichen oder Ultraschall und anderen bildgebenden Verfahren eine Reihe von Differenzialdiagnosen abklären.

Zum einen können physiologische Umstände dahinter stecken: "Schildkröten fressen unmittelbar vor, während und kurz nach der Winterruhe, der sogenannten ‚Hibernation', nicht.

Männliche Tiere nehmen in der Paarungssaison kein Futter auf. Weibliche verweigern es während der Trächtigkeit, vor allem im Endstadium", weiß Dr. Petra Kölle aus Erfahrung. Zum anderen kommen auch pathologische Ursachen infrage: Sie umfassen etwa virale oder bakterielle Infektionen, Parasitenbefall, Vergiftungen und Organerkrankungen, besonders von Leber und Niere.

Fehler in der Haltung von Schildkröten sind ein eigener, recht komplexer Ursachenkreis. Schon bei der Futterauswahl können Besitzer einiges falsch machen. Bei Schildkröten gibt es verschiedene Ernährungstypen. Dr. Petra Kölle erklärt: "Manche Arten, darunter mediterrane Landschildkröten, sind ‚herbivor'.

Sie fressen vorwiegend oder rein pflanzliche Nahrung. Zu den sogenannten ‚karnivoren' Arten zählen einige Wasserschildkröten. Solche ernähren sich hauptsächlich von kleinen Beutetieren, zum Beispiel Schnecken.

Bei ‚omnivoren' Arten variiert das Verhältnis von pflanzlichem und tierischem Anteil ihrer Nahrung." Aber auch die falsche Fütterungstechnik oder -zeit führe dazu, dass Schildkröten nicht fressen, betont die Expertin. Wasserschildkröten etwa nähmen ihr Futter in der Regel nur im Wasser auf, ein Futternapf an Land nütze da wenig. Tagaktive Arten rühren abends kein Futter an.

Weitere mögliche Fehler können zu niedrige Umgebungstemperaturen, Licht- beziehungsweise UV-Lichtmangel sowie Kalziummangel oder die falschen Artgenossen als Gesellschaft sein: So lassen dominante Schildkröten unterlegene mitunter nicht ans Futter.

Die Tierärztin Dr. med. vet. Petra Kölle stellt im Rahmen eines Vortrags am 29. März 2009 das Thema "Leitsymptom Inappetenz bei Schildkröten" näher vor.



21. Baden-Badener Fortbildungstage kleintier konkret vom 26. bis 29. März 2009 im Kongresshaus Baden-Baden


Freitag, 27. März 2009:
10.45 bis 11.30 Uhr: Pressekonferenz im Sitzungsraum 7
"Früherkennung, Physiotherapie und Operationen:
Kranke Hunde und Kleinsäuger heilen"

Samstag, 28. März 2009:
13.45 bis 14.20 Uhr: Vortrag "Winterruhe bei Reptilien - Die richtige Beratung ist lebensentscheidend", Dr. med. vet. Michael Pees, Leipzig

Sonntag, 29. März 2009:
12.10 bis 12.40 Uhr: Vortrag, "Ultraschall bei Reptilien - Verblüffend einfach zu schnellen Diagnosen", Dr. med. vet. Michael Pees, Leipzig
12.50 bis 13.20 Uhr: Vortrag, "Leitsymptom Inappetenz bei der Schildkröte", Dr. med. vet. Petra Kölle, Solalinden

Ort: Kongresshaus Baden-Baden, Augustaplatz 10; D-76530 Baden-Baden

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