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Notbremse für Schildkröten und Geckos

Artenschutzkonferenz beschließt strengere Handelsbestimmungen für bedrohte Reptilien aus Afrika und Asien

Angesichts der akuten Bedrohung zahlreicher Reptilien beschloss der Wissenschaftsausschuss der in Bangkok tagenden Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (WA) strengere Schutzbestimmungen für Schildkröten und Geckos. Schildkröten aus Südostasien enden millionenfach in den Fleischtöpfen und Apotheken Chinas.

Andere Arten wie Spinnenschildkröten und Blattschwanzgeckos aus Madagaskar sind dagegen bei Terrarien-Besitzern in Europa und den USA als Heimtiere begehrt. "Die Artenschutzkonferenz hat heute die Notbremse gezogen, um die unkontrollierten Plünderungen der Reptilienbestände einzudämmen", berichtet Daniela Freyer, die für PRO WILDLIFE an der WA-Konferenz teilnimmt.

"Für den Tierhandel ist die Natur meist noch immer ein großer Selbstbedienungsladen, das Geschäft mit immer neuen, bizarren Reptilien boomt. Das WA ist das einzig effektive Schutzabkommen für gefährdete Tiere und Pflanzen, weil es dem internationalen Handel einen Riegel vorschiebt."

Der Handel mit Reptilien hat in den letzten 15 Jahren weltweit massiv zugenommen: Während die Schildkrötenbestände im gesamten asiatischen Raum v.a. aufgrund der eskalierten Nachfrage als Delikatesse bzw. Medizin in chinesischen Märkten zusammengebrochen sind, gibt es in Europa und den USA eine große Nachfrage nach Schildkröten, Geckos und andere Reptilien als exotische "Heimtiere".

HEIMTIERHANDEL ALS BEDROHUNG FÜR REPTILIEN

Hunderttausende wildgefangene Reptilien werden inzwischen jährlich allein nach Deutschland importiert und enden in hiesigen Terrarien. Für 13 vom Heimtierhandel betroffenen Reptilienarten hat die derzeit in Bangkok stattfindende Artenschutzkonferenz nun den Handel eingeschränkt bzw. ganz unterbunden: Dies sind die Spinnenschildkröte (Foto oben) und 11 Arten Blattschwanzgeckos (Foto rechts, alle aus Madagaskar) sowie die nur auf einer indonesischen Insel vorkommende McCord's Schlangenhalsschildkröte. Letztere ist vom Aussterben bedroht, weil Sammler bis zu 1.600 Euro bezahlen, um eines der bizarr aussehenden Panzertiere zu besitzen.

Die Bedrohung der einzigartigen Artenvielfalt Madagaskars ist seit Jahren ein Dauerbrenner auf der WA-Konferenz. So wurden in den letzten Jahren nur hier vorkommenden Schildkröten, Frösche und Chamäleons unter den Schutz des WA gestellt. In diesem Jahr reagierten die WA-Staaten auf die alarmierende Situation von Spinnenschildkröte und Blattschwanzgeckos.

"Allein 2000 und 2001 wurden über 4.000 Spinnenschildkröten exportiert, was für die Wildbestände verheerend war", berichtet Freyer. PRO WILDLIFE erreichte in Zusammenarbeit mit der Regierung Madagaskars nun ein absolutes Handelsverbot für die bedrohte Schildkröte.

Auch der bislang völlig unkontrollierte Handel mit den bizarr aussehenden Blattschwanzgeckos soll durch die Aufnahme in Anhang II des WA eingedämmt werden. "22.000 Blattschwanzgeckos wurden allein in drei Jahren aus Madagaskar exportiert – auch nach Deutschland. Die kleinen Echsen wurden v.a. wegen ihrem markanten Aussehen zum Kassenschlager in Zoogeschäften", so Freyer.

SCHILDKRÖTEN IM KOCHTOPF

Während Meeresschildkröten streng geschützt sind, waren viele andere Schildkröten bislang vogelfrei. PRO WILDLIFE dokumentierte im Jahr 2000 erstmals auf einer WA-Konferenz die alarmierende Situation der Schildkröten in Asien, die millionenfach als Delikatesse oder Medizin enden. Seitdem haben die WA-Mitgliedsstaaten bereits Schutzmaßnahmen für über 40 asiatische Sumpfschildkröten beschlossen.

Dieser Prozess wurde auf der aktuellen Konferenz mit der Listung von vier weiteren asiatischen Schildkröten (Plattrückenschildkröte, Malaysia-Sumpfschildkröte, Knorpelweichschildkröte, Neuguinea-Weichschildkröte) fortgeführt. "Vor allem für die Knorpelweichschildkröte war die heutige Entscheidung immens wichtig. Sie ist die am häufigsten gehandelte Schildkröte in China. Allein Indonesien exportierte in drei Jahren 1,5 Millionen Tiere. Die Bestände in fast allen Herkunftsländern sind inzwischen kollabiert", berichtet Freyer.

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