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Tellington-TTouch erleichtert die Giraffenpflege

Der Umgang mit Giraffen erfordert von allen Pflegern viel Umsicht. Denn trotz ihrer gewaltigen Größe sind Giraffen in freier Wildbahn Beutetiere. Im Gehege reagieren sie daher instinktiv auf vermeintliche Gefahren: sie schlagen aus oder fliehen.


Giraffe im Tiergarten Schönbrunn
Um das Pflegepersonal zu schützen und die Tiere medizinisch versorgen zu können, werden im Zoo von Oakland die zum Teil sechs Meter hohen und bis zu zwei Tonnen schweren Tiere mit Hilfe der Tellington-TTouch-Methode behandelt, erläutert Amy Phelps in der jüngsten Ausgabe der „Zeitschrift für Ganzheitliche Tiermedizin“ (Sonntag Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart. 2008).

Phelps und ihre Kollegen haben das spezielle Trainingsprogramm entwickelt, um den Tieren ohne Zwangsmaßnahmen Blut abnehmen zu können, Akupunkturnadeln zu setzen oder Massagen sowie Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen durchzuführen.

Das neue Verfahren kombiniert dabei Elemente der klassischen Konditionierung – Belohnung für korrektes Verhalten – mit Anwendungen der Tellington-TTouch-Methode. Diese wurde von der Kanadierin Linda Tellington-Jones entwickelt und basiert auf einer Druck-Bewegungstechnik der Hände.

Dabei kreist der Pfleger mit den Fingerspitzen, den Fingern oder der ganzen Hand über die zu behandelnden und zu aktivierenden Körperzonen des Tieres. Damit kann er zum Beispiel die Durchblutung anregen oder Schmerzpunkte lindern.

„TTouch hat zu einer Verbesserung der Pfleger-Tier-Beziehung geführt und sich als effektives Werkzeug im Rahmen der Schmerztherapie erwiesen“, betont Phelps.

Die Tierpflegerin berichtet von der weiblichen Giraffe Tiki, die „aktiv den Kontakt zu den Pflegern suchte, indem sie sich in der Kontaktzone des Geheges positionierte und wartete, bis ein Pfleger sie ttouchte“.

Auf Grund einer Hufknorpelverknöcherung und einer Entzündung des Hufbeins beider Vorderbeine habe die 16 Jahre alte Giraffe wegen der Schmerzen einen steifen Gang entwickelt. Darüber hinaus habe Tiki ihr Gewicht auf den hinteren Teil der Vorderbeine verlagert, was massive Verspannungen der Schultermuskulatur zur Folge gehabt hätte.

Mit Bär- und Tiger-TTouches an der Schulter und am Kronsaum wurde Tiki langsam daran gewöhnt, dass der begleitende Tierarzt ihre Schmerzstellen akupunktierte. „Die Akupunkturbehandlungen waren nach dieser Vorbereitung vollkommen unproblematisch und erbrachten eine sehr gute Verbesserung der Bewegungsfähigkeit und eine Entspannung der Schultermuskulatur“, fasst Amy Phelps zusammen.

Amy Phelps: Tellington-TTouch und Konditionierung bei Giraffen.
Zeitschrift für Ganzheitliche Tiermedizin 2008; 22 (1): S. 20-23

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