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FSE-Erkrankung bei Geparden in Nürnberg

Gepard im Tiergarten Nürnberg erkrankte an FSE (Feline spongiforme Enzephalopathie)

Erster FSE Fall in Deutschland - Keine Auswirkungen auf den übrigen Raubtierbestand Im Tiergarten Nürnberg wurde nach längerer Erkrankung die 1998 geborene Gepardin LULU eingeschläfert.

Sie zeigte sechs Wochen lang zentralnervöse Erscheinungen mit Gleichgewichtsstörungen, einer Schwächung besonders der Hinterbeine und zeitweise einer Kopfschiefhaltung und Kopfwackeln. Die Symptome deuteten auf verschiedene auch für Geparden typische Erkrankungen.

Nach kurzzeitigen Besserungen verschlechterte sich ihr Zustand trotz Behandlung jedoch zunehmend, so dass sie schließlich euthanasiert wurde.

Das mit der Sektion des Tieres beauftragte Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen stellte das Vorliegen der Felinen spongiformen Enzephalopathie(FSE) fest.

Die Diagnose wurde durch das zuständige Referenzlabor, das Institut für neue und neuartige Tierseuchenerreger des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems bestätigt. Beim lebenden Tier gibt es noch keine Möglichkeit eines Nachweises.

Wie bei BSE ist FSE durch eine schwammartig durchlöcherte Struktur der Hirnsubstanz einschließlich seiner Nervenzellen gekennzeichnet. Die Inkubationszeit beträgt mehrere Jahre.

Die FSE ist eine Erkrankung bei Katzenartigen; die meisten Fälle traten wie bei der BSE in Großbritannien und da hauptsächlich bei Hauskatzen auf. Es sind jedoch auch bereits insgesamt über 20 Fälle bei Löwen, Tigern, Pumas, Ozelots, Geparden sowie einer Bengalkatze bekannt.

Die Infektion erfolgt durch Aufnahme von Nerven und Lymphgewebe von an BSE erkrankten Tieren. BSE ist stark rückläufig, seit Januar 2007 sind in der BRD lediglich 4 Fälle bekannt geworden.

LULU wurde in den Niederlanden geboren und kam im Alter von 15 Monaten in einen deutschen Zoo. Von dort kehrte sie nach weiteren knapp fünf Jahren wieder in die Niederlande zurück. In den Tiergarten Nürnberg gelangte sie erst im März 2006. Aufgrund der langjährigen Inkubationszeit ist eine Infektion im Tiergarten Nürnberg somit sehr unwahrscheinlich.

Es handelt sich bei diesem Fall um die erste nachgewiesene FSE-Erkrankung in Deutschland. Dabei ist es wohl ein sogenannter importierter Fall, da die Ansteckung höchstwahrscheinlich in den Niederlanden erfolgte. In keinem der beiden Zoos, in denen LULU vorher gelebt hat, sind derartige Krankheitsfälle bekannt geworden.

Im Tiergarten leben noch der im Zoo Münster geborene fünfjährige Kater TURBO sowie die bereits greisenhafte 15-jährige DANI. LULU erreichte trotz ihrer Erkrankung die mittlere Lebenserwartung für Geparden; Nachkommen hat sie nicht.

Eine Ansteckungsgefahr für die anderen Geparden sowie Raubtiere im Tiergarten besteht nicht; für Menschen erst recht nicht.

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