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Bericht über die Situation des Tierparks Herberstein

Turbulente Zeiten erlebte der Betrieb Herberstein nach dem Tod von Otto Herberstein im Jahr 1994.

Erst Jahre später konnten die damals noch minderjährigen Kinder Catherine, Maximilian und Felicitas ihr Erbe antreten und die "Herberstein OEG" gründen. Ihnen zur Seite stand - damals wie heute - ihre Mutter, Andrea Herberstein.

Obwohl weder mit Erbe bedacht, noch in der OEG angestellt, hat sie ihre Kinder mit ganzer Kraft unterstützend, Konzeption und den kontinuierlichen Ausbau des Unternehmens in die Hand genommen.

Bereits im Jahr 1997 hat Andrea Herberstein erste Gespräche mit den Spitzenpolitikern aller Parteien geführt und um finanzielle Unterstützung für geplanten Ausbau des Tierparks zu lukrieren. Investitionen waren notwendig, um Herberstein als Ausflugsziel für Besucher interessant zu gestalten und konkurrenzfähig zu bleiben.

Ein Masterplan gültig für 10 Jahre für den Ausbau des Tierparks wurde erstellt und fand sowohl bei allen Fachleuten, als auch bei den Vertretern aller Parteien im Jahr 1998 Zustimmung.

Der Finanzbedarf für die nächsten 10 Jahre wurde mit 120 Mio ATS (8,7 Mio Euro) ermittelt. Diese Lösung wurde am 15.6.1999 mit einem Landtagsbeschluss "besiegelt". Seitens des Landes wurde ersucht, den Ausbau rasch voranzutreiben.

Für die Investitionen wurden im Vertrauen auf die Zusagen der Landespolitiker vorerst Kredite aufgenommen. Die Umsetzung der Förderzusage des Masterplans erfolgte aber nur teilweise durch die Stille Beteiligung des Landes in Höhe von 40 Mio ATS (2,9 Mio Euro) im Juni 2002.

Über Jahre wurden Gespräche mit den Herren der Landespolitik geführt und auf Einhaltung der Zusagen gedrängt. Stets wurde dabei auf die aufgrund dieser Zusagen erfolgten Investitionen und die damit einhergehende Kredit- und Zinsenbelastung verwiesen.

In den steigenden Besucherzahlen sahen die Verantwortlichen auch die Bestätigung für ihr Tun: waren es anfangs der 90er Jahre noch rund 100.000 Menschen, die sich jährlich am Tierpark oder Schloss erfreuten, so konnte man bereits am Beginn des neuen Jahrtausends an die 200.000 Personen in Herberstein begrüßen.

Herberstein ist einer der 6 wissenschaftlich geführten Zoos in Österreich, seit 1997 Mitglied der Europäischen Zooorganisation, seit 2000 Mitglied der Weltzooorganisation und im Jahr 2001 Gründungsmitglied der Österreichischen Zooorganisation. Ein international anerkannter Zoo, der mittlerweile 135 Tierarten, rund 600 Tiere, aus allen Kontinenten der Erde beheimatet.

Auffangstation für beschlagnahmte Tiere, Konrad-Lorenz-Forschungsstelle; Arbeitsplatz für bis zu 120 Personen, davon 80 % weiblich; die Auszeichnung "JobOskar Jahr 2003" runden die Erfolgsliste ab.

"Der laufende Betrieb kann aus den Einnahmen der Eintritte finanziert werden; das negative Betriebsergebnis resultiert aus Investitionen, basierend auf Förderzusagen, die ihren Empfänger nicht erreicht haben und der daraus entstehenden Zinsenbelastung wegen nicht erfolgter Förderung.

Wir sind nun in der Situation, dass wir den Tierpark ab 15. Juli 2005 laufend verkleinern und im Herbst zusperren müssen. Wohl bewusst aller Konsequenzen, die diese Entscheidung mit sich bringt." Meint Rechtsberater und Aufsichtsrat Dr. Hans Kortschak.

Für den Tierparkleiter Mag. Andreas Kaufmann ist der Politwirbel um Herberstein unverständlich: "Es gibt keinen Zoo in ganz Europa, der nicht durch öffentliche Mittel unterstützt wird! Wer Herberstein in den letzten Jahren besucht hat, konnte die Erweiterung des Tierparks und seines Angebotes sichtbar mitverfolgen!"

Die Zukunft der rund 120 Mitarbeiter ist ungewiss, die 600 Tiere werden an andere Zoos und deren Eigentümer abgegeben.

"Der Tierpark Herberstein erfüllt durch seine Qualität und Führung bereits jetzt die EU-Zoorichtlinie und ist daher in allen qualifizierten Zoogremien des In- und Auslandes mit Sitz und Stimme vertreten. Das Land Steiermark kann sich glücklich schätzen, eine derart wichtige Institution zu beherbergen.

Der große, ehemalige Zoodirektor, Naturschützer und Tierfilmer Prof. Dr. Bernhard Grzimek hat die Zoologischen Gärten nicht nur als größte und bestbesuchte Schulen eines Landes bezeichnet, er hat auch darauf hingewiesen, dass jedes Gehege alle 20 bis 30 Jahre erneuert werden müsse.

Investitionen in gut geführte Tierparks sind Investitionen, welche direkt der Bevölkerung und den Gästen eines Landes zugute kommen und sie finden in der Regel auch die Zustimmung von 90 Prozent der Bevölkerung." berichtet Prof. Dr. Helmut Pechlaner am 19.10.2004 in einem Schreiben an Landeshauptmann Waltraud Klasnic.

Im Oktober bekannte sich der Landtag im Entschließungsantrag zum Tier- und Naturpark. Gemeinsam mit dem Landesmuseum Joanneum besteht die Möglichkeit, eine einzigartige Verbindung von Museum und lebender Natur zu schaffen. Die Chance dafür ist jetzt!

Eine Frage gilt es zu beantworten: was ist wichtiger, die Wertschöpfung in einer ländlichen Region oder politisches Kleingeld für einen Wahlkampf, den man mit dem Tierpark als Opfer nur verlieren kann!

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